plimplom 2026 Kurzkonzept für Early-Adopter-Institutionen August –Oktober 2026
1. Ausgangslage
plimplom startet 2026 bewusst gemeinsam mit ausgewählten Early-Adopter-Institutionen. Ziel ist nicht
ein technischer Testbetrieb, sondern der Aufbau eines lebendigen, sicheren digitalen Sozialraums für
Menschen mit Behinderung.
Early Adopters sind Mitgestalter:innen. Sie prägen die Community von Anfang an mit – durch
Begleitung, Rückmeldungen und aktive Beteiligung.
2. Ziel der Pilotphase (August-Oktober 2026)
Bis Oktober 2026 soll:
- eine stabile, aktive Community entstehen
digitale Teilhabe konkret erfahrbar werden
- plimplom selbstverständlich in Begleitsettings integriert sein
- belastbare Erfahrungen für die Weiterentwicklung vorliegen
- Der Fokus liegt auf Beziehung, Sichtbarkeit und positiven digitalen Erfahrungen.
3. Rolle der Institution
- Jede Early-Adopter-Institution verpflichtet sich, plimplom aktiv in der Begleitung umzusetzen.
Konkret bedeutet das:
- 1–2 verantwortliche Fachpersonen benennen
eine Startgruppe von Nutzer:innen definieren
- feste Begleitzeiten einplanen (z.B. 1x wöchentlich)
regelmässig Beiträge mit Nutzenden erarbeiten
- an den zweiwöchentlichen Online-Austausch-Sitzungen teilnehmen
4. Die 12 begleiteten Community-Aufgaben
Lernreise „12 Schritte durch plimplom“
Die Aufgaben bauen bewusst vom einfachen Einstieg zur aktiven Community-Nutzung auf.
Phase 1 – Einstieg & Profil
Ziel: Sich zeigen und die Plattform kennenlernen.
- Neues Profilbild erstellen → Profil gestalten
- Lieblings-Emoji posten → Emoji nutzen / erste Interaktion
- Foto von deinem Haustier oder Lieblingstier posten → Fotos hochladen
Phase 2 – Community entdecken
Ziel: Andere Menschen finden und Kontakte knüpfen.
- Person mit gleichem Hobby finden → Community entdecken
- Neue Freundschaft anfragen → Freunde-Funktion
- Eine erste Nachricht senden → Chat nutzen
Phase 3 – Kommunikation verstehen
Ziel: Freundliche Kommunikation erkennen und reflektieren.
- Wann findest du eine Nachricht freundlich? → Gespräch über respektvolle Kommunikation
- Wann findest du eine Nachricht komisch? Was machst du dann? → Umgang mit Unsicherheit
Phase 4 – Sicherheit & Medienkompetenz
Ziel: Bewusster Umgang mit digitalen Inhalten.
- Welche Fotos solltest du im Chat nicht versenden? → Datenschutz / Privatsphäre
- Symbol „Freunde“ im Chat finden → Orientierung in der Plattform
- Wann bittest du um Hilfe, wenn du Fragen zu plimplom hast? → Support nutzen
Phase 5 – Selbstständige Nutzung
Ziel: plimplom in den Alltag integrieren.
- Worauf freust du dich diese Woche / diesen Monat? Erstelle einen Termin im Kalender.
→ Kalender nutzen → Aktivitäten planen
2. Sitzungsplan Early-Adapter (August – Oktober)
Rhythmus: alle zwei Wochen
| Sitzung | Thema | Aufgabe |
| 1 | Einstieg | Profilbild erstellen |
| 1 | Erste Interaktion | Lieblings-Emoji posten |
| 2 | Fotos teilen | Haustier-Foto posten |
| 2 | Community entdecken | Person mit gleichem Hobby finden |
| 3 | Freundschaften | Neue Freundschaft anfragen |
| 3 | Kommunikation | Erste Nachricht senden |
| 4 | Freundliche Kommunikation | Wann ist eine Nachricht freundlich? |
| 4 | Umgang mit Unsicherheit | Wann ist eine Nachricht komisch? |
| 5 | Sicherheit | Welche Fotos sollte man nicht senden? |
| 5 | Plattform verstehen | Symbol „Freunde“ finden |
| 6 | Hilfe holen | Wann frage ich um Hilfe? |
| 6 | Alltag mit plimplom | Termin im Kalender erstellen |
Die Community-Aufgaben sind bewusst so aufgebaut, dass alle zentralen Funktionen von plimplom
spielerisch ausprobiert werden.
Die Nutzenden lernen die Plattform nicht über technische Erklärungen, sondern über konkrete Aktivitäten im Alltag. Dadurch entstehen gleichzeitig digitale Kompetenzen, soziale Interaktion und eine aktive Community.
«plimplom Community-Treppenmodell»
Stufe 1: Profil
Stufe 2: Interaktion
Stufe 3: Freundschaften
Stufe 4: Kommunikation
Stufe 5: Sicherheit
Stufe 6: Alltag & Community
5. Begleitverständnis
plimplom ist kein Leistungsraum, sondern ein Beziehungsraum.
Die Rolle der Fachperson besteht darin:
- Beiträge zu ermöglichen (nicht zu übernehmen)
- Sicherheit zu gewährleisten
- Resonanz aktiv zu fördern
- Emotionen zu begleiten
- digitale Erfahrungen zu reflektieren
Digitale Teilhabe entsteht durch Wiederholung, Begleitung und positive Rückmeldungen.
6. Struktur & Austausch
- Zweiwöchentliche Online-Austauschsitzung (90 Minuten)
- Erfahrungsaustausch
- Moderationsfragen
- Weiterentwicklung der Community
- Reflexion pädagogischer Situationen
Der Prozess ist lernorientiert, nicht kontrollierend.
7. Zeitlicher Rahmen
Start: August 2026
Wirkungsphase: August– Oktober 2026
Reflexion & Auswertung: Oktober 2026
Im Anschluss wird gemeinsam entschieden, wie plimplom 2027 weitergeführt und skaliert wird.
8. Erwartung & Commitment
Wir erwarten:
- Aktive Mitgestaltung
- Offenheit für Lernen
- Regelmässige Nutzung
- Ehrliches Feedback
Wir bieten:
- strukturierte Begleitung
- klare Community-Formate
- Moderationsunterstützung
- Austausch unter Institutionen
- Mitgestaltungsmöglichkeiten für die Zukunft
9. Zielbild
plimplom soll bis Herbst 2026:
- als sicherer digitaler Sozialraum erlebt werden
- Selbstwirksamkeit stärken
- institutionenübergreifende Begegnungen ermöglichen
- digitale Teilhabe konkret erfahrbar machen
Early-Adopter-Institutionen werden Referenzpartner:innen für die weitere Entwicklung.